Kultur und Sport

Das Leben und Studium an einer sowjetischen Lehreinrichtung

Kultur und Sport

Beitragvon Stonedigger » Mo 21. Sep 2009, 19:27

1980

01.03.1980 Tag der NVA
Olympiameile & Volleyballvergleich DDR Gruppe

23.03.1980 Wüste Gobustan mit AK78

April 1980 Schulmeisterschaft im Seesport

03.04.1980 Auftritt der Band im Aserbaidshanischen TV
Osterdisko im Foyer

20.04.1980 Fakultätsvergleich im Seesport

26.04.1980 Fußballturnier DDR Gruppe

01.05.1980 Seesport – „Kutterfahrt“ zur Insel Plita

Herbst 1980 Schwimmsportfest

19.10.1980 Bergfest AK77

21.12.1980 Weihnachtsdisco

24.12.1980 Weihnachtsfeier in den Kursen

1981
28.02.1980 Feierstunde zum Tag der NVA im Schulclub

01.03.1981 Tag der NVA
mit Verleihung der Ehrenurkunde vom ZK

12.04.1980 Tag der Kosmonauten
Buchi heiratet

17.04.1981 Osterdisco mit Karin & Ulf

03.-04. Mai Exkursion nach Scheki

Mai 1981 Gruppenfotos für Abschied von Ulf

06.10.1981 Foyerdisco mit Horst

07.10.1981 Tag der Republik

05.-10. November Exkursion nach Minsk

13.11.1981 Fußballturnier

Guppe Konzept 1981-12-27.jpg
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27.12.1981 Konzert der Gruppe Konzept
Guppe Konzept 1981-12-27 Plakat kl.jpg
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Exkursion nach Scheki

Beitragvon Stonedigger » Mo 21. Sep 2009, 20:09

Vom 30. 04. bis 03.05.1981 ging es für ausgewählte Kurse nach Scheki, die aserbaidschanische Hauptstadt des Altertums, mitten im Vorkaukasus gelegen.
Wir übernachteten dort in einem kleinen Hotel und unternahmen von dort aus Ausflüge in die nähere Umgebung.
Am 1. Mai waren wir Ehrengäste der Stadt und standen in der Nähe der Tribüne.
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Wir waren dann am nächsten Tag auch mit dem Bus weiter in den Kaukasus hineingefahren.
Auf der Fahrt mussten wir mehrmals den Bus verlassen, wenn der Fahrer über enge Gebirgsbrücken fuhr, die dem voll besetzten Bus nicht standgehalten hätten.
An einem eiskalten Flusslauf entfachten wir ein Feuer und als Höhepunkt wurde ein Hammel geschlachtet, gegrillt und verspeist.
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Ein alter Mann aus dem Ort hatte sich zum Schlachten bereiterklärt, wenn er als Belohnung den Hammelhoden verspeisen darf. Wie bei allen männlichen Lebewesen ist es wohl das beste Stück vom Ganzen, dazu noch lecker und ein Vorgriff auf die Erfindung von Viagra, zumindest von der Einbildung her ;-))
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Ein Besuch des Palastes der Scheki-Khane (Glaspalast) stand ebenfalls auf dem Programm.

Solche Exkursionen waren immer ein Event, von dem man lange zehren konnte und zum Glück sollten Weitere folgen.
An vorhergehenden Exkursionen konnten die Seesportler leider meist wegen der gleichzeitig stattfindenden Wettkämpfe nicht Teilnehmen und so haben wir diese erste Fahrt besonders genossen.
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Bergfest

Beitragvon Stonedigger » Di 6. Okt 2009, 19:13

Irgendjemand hat mal ausgerechnet, dass 5 ½ Jahr Bakustudium einen Zeitraum von 2004 – 2006 Tagen ergibt, den man mit Studium und allen dazu gehörigen Tätigkeiten verbringt. Wenn man dann die 2004 zur Grundlage nimmt, dann ist bei 1002 ja wohl die Halbzeit erreicht. Das wiederum, lässt zu dem sehr orientalisch zumutenden Ergebnis kommen, dass nach 1001ér Nacht das Bergfest ansteht.

Gesagt getan, beim AK77 war es der 19.10.1980.
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Zumindest haben wir es da zünftig gefeiert. Eigentlich wäre es kalendarisch 14 Tage früher gewesen, aber das wäre vor dem Geldtag gewesen und dann hätten wir uns die Feier nicht leisten können. Nach dem Motto „Klotzen und nicht Kleckern“, haben wir dann auch die schönste aserbaidshanische Gaststätte auserwählt, die Karawanserei.
Angemietet haben wir von 15:00 bis 19:00 Uhr, danach war bereits an Touristen weitervermietet und durchbuchen ging halt nicht. Ist aber selbst in Deutschland heute in stark frequentierten Lokalitäten oder auf dem Oktoberfest nicht unüblich.

Wir hatten im Vorfeld die Tischkarten und kleine Geschenke vorbereitet. Die Tischkarten waren in Form einer Pyramide gebastelt, schließlich hatten wir in <Natsch> aufgepasst und darin war dann jeweils ein sehr persönliches Ehrengeschenk versteckt. Von Räucherkerzen über Briefmarken bis zu Rasierklingen und immer mit dem passenden Spruch dazu ;-))

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Getreu dem Motto „Trinken ohne Trinkspruch ist Saufen“ musste jeder einen kleinen Redebeitrag vorbereiten. Einige hatten auch schon Ihre Freundinnen mit. Es floss reichlich Sekt und Schnaps und wir haben fürstlich gespeist.
Danach hätten wir auch nicht mehr in die Verlängerung gehen können. Durch unsere lautstarken Gesänge, wurden auch zwei deutsche Studenten angelockt, die noch etwas bei uns mitgefeiert haben. Später bekamen wir von Ihnen Post, wo sie sich für die schönen Stunde bedankten.
Nachdem wir die Karawanserei verlassen mussten, hatten wir uns zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag zumindest reichlich mit kleinen Schnapsgläschen mit Goldrand eingedeckt.
Leider ist es uns auf dem Rückweg zur Busstation nicht gelungen, alle Gläser zu retten oder gar noch eine andere Gasstätte zum Weiterfeiern aufzutreiben. Inzwischen hatte auch die frische Luft zugeschlagen und es gab die ersten personellen Ausfälle. An der Uprawlenie standen ja die Wasserautomaten für 3 und 5 Kopeken Woditschka - Wasser mit und ohne Geschmack. Dort haben wir einige Kollegen erst mal mit paar vollen Wassergläsern (ohne Geschmacksverstärker- klebriger Sirup) abgeduscht, damit sie zumindest in dieser Form erfrischt, die Heimfahrt in Bus oder Taxi antreten konnten.

Klingt wirklich wie aus 1000 und einer Nacht und wenn sie nicht gestorben sind, dann ....
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Das Jahr 1982

Beitragvon Stonedigger » So 11. Apr 2010, 19:55

1982

23.02.1982 Tag C&A
Crosslauf 3000 m

01.03.1982 Tag NVA (Lipf als Stabschef)
Schneefall

14.03.1982 mit Kubanern zum Feuertempel nach Suruchani

09.04.1982 Osterlauf + Tauziehen
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18.04.1982 mit Rita & Tom im Museum für aserb. Kunst
anschließend Olivenhain

25.04.1982 Ruderwettkampf der Schule
Mit zwei Mannschaften (neuer erster Mannschaft und alte Säcke)

09-05.1982 am Strand mit Schaschlik
Suche Babekturm erfolglos
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26.09.1982 Schwimmwettkampf / Neptunfest
Stottis Geburtstag

15.10.1982 Pistolenschießen

16.10.1982 3. Kurs Bergfest (AK 79)

05—09-11.82 Minsk (2)

11.11.1982 Leonid Breschnew gestorben
15.11.1982 Beisetzung Leonid

06.12.1982 Simultanschach mit Gari Kasparow
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Exkursion nach Minsk

Beitragvon Stonedigger » Do 17. Jun 2010, 18:55

Im Jahre 1981 wurde unser 4. Kurs zum ersten Mal mit dem Bestentitel ausgezeichnet. Als Anerkennung durften wir komplett an der Exkursion nach Minsk teilnehmen. Mit uns zusammen die Seesportler aus dem 5. Kurs, da Sie durch die Schulspartakiade auf die Tiblissi - Fahrt verzichtet hatten. Und dann noch die Besten aus dem 2. Kurs.
Wir flogen also von Baku nach Minsk mit Zwischenlandung in Charkov. In Charkov lag bereits Schnee.
Begleitet wurden wir außer vom Gruppenältesten Horst auch noch von Oleg, dem SamPolit der DDR Gruppe und von Moser, dem SamPolit der 3. Fakultät. Dann konnte auf dieser Exkursion ja nichts mehr schief gehen.
Glücklich In Minsk angekommen, wir hatten im Flugzeug heftige Turbolenzen und Gewitter zu erdulden, fuhren wir mit dem Bus in unsere Unterkunft nach Shdanowize.
Die hatte den Charme eine Jugendherberge und war etwas außerhalb gelegen ( ca. 9km).

Am Nachmittag des ersten Tages machten wir eine Stadtrundfahrt und hielten an den wichtigsten Stationen an des politischen Lebens und Vermächtnisses auf. ( Platz des Sieges - Fritz Schmenkel Gedenkstätte).

In der Mitte des mit Blumen umgebenen Platzes des Sieges, steht die 40 Meter hohe Siegessäule. Der Obelisk wurde 1954 zum Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland errichtet. Seit 1961 brennt am Fuße des Obelisken ein ewiges Feuer.

Fritz Schmenkel hatte als Kundschafter der Roten Armee 1943 die Frontlinien überschritten, geriet in einen Hinterhalt und wurde festgenommen. Am 15. Februar 1944 wurde er durch ein deutsches Kriegsgericht in Minsk zum Tode verurteilt und wenige Tage später durch ein Erschießungskommando hingerichtet

Am späten Nachmittag und abends folgte nach dem Pflichtprogramm die Kür. Die reichte vom Restaurant „Potsdam“ bis zum Hotel „Junost“

Das heutige Sanatorium "Junost’" liegt in einem Waldgebiet am Ufer des Minsker Meeres in 25 km Entfernung von Minsk.

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Das Jugendzentrum "Junost’" wurde am 1. Juni 1975 als ein Erholungsort und Begegnungsstätte der Jugend und der Studenten eingeweiht.
So haben wir es auch kennen und lieben gelernt ;-)) An der Bar gab es den Cocktail Alibaba und nachdem wir uns etwas Mut angertrunken hatten, ging es zu den Mädels auf die Tanzfläche oder in Kampagne auf´s Zimmer zum Quatschen über Gott, Lenin und die Welt.
Im Oktober 1997 wurde das Jugendzentrum in einen Sanatoriums-Gesundheitskomplex "Junost’" umgewandelt, der aus zwei Wohngebäuden besteht: "Lesnoj" und "Morskoj", sowie aus einem heil- diagnostischen Gebäude.


Kurgan Slawy - der Hügel des Ruhmes

Nordöstlich vor Minsk liegt der Kurgan Slawy - der Hügel des Ruhmes. Es heißt, dass nach dem 2. Weltkrieg Kinder aus allen zerstörten Städten Weißrusslands Erde zusammengetragen haben, um diesen Hügel zu Ehren der Gefallenen aufzuschütten.
Das Hügelgrab wurde dem Mut und Heroismus der Kämpfer der Sowjetarmee gewidmet und steht auf dem Platz der ehemaligen siegreichen Schlacht aus dem Jahre 1944.

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Auf 241 Stufen gelangt man zu dem Obelisken auf dem 21m hohen Hügel. Dieser und der Ehrenring symbolisieren die Brüderschaft der Soldaten, Offiziere und Partisanen.
Oben von der Gedenkstätte aus, hat man einen schönen Ausblick auf das gesamt Umland. So weit man sehen kann erstrecken sich Felder, die hin und wieder von Datschensiedlungen unterbrochen sind.

Wir haben dann einen der traurigsten Orte Weißrusslands – das Memorial-Denkmal „Chatyn“ besucht,
das zum Andenken der Opfer vom faschistischen Terror gebaut wurde. Der Memorial befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes, dessen Einwohner lebendig verbrannt wurden.

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Nach dem Besuch solch erschütternder Zeitdokumente war es auf der Rückfahrt im Bus immer sehr still.

Insgesamt haben wir diese Tage sehr genossen und zum Abschalten und Austoben genutzt, schließlich ging es danach mit dem anspruchsvollen Studium weiter .
Wir waren stets sehr dankbar, dass uns solche Exkursionen bewilligt wurden, denn ansonsten haben wir leider nicht viel von Land und Leuten gesehen, wenn man das mit den Möglichkeiten der Zivilstudenten vergleicht.
Stonedigger
 
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